NEG

„Chemie ist mein Hobby; Chemie ist mein Leben.“

Voller Freude und mit mitreißender Begeisterung besuchte Herr Prof. Dr. Dr. h.c. H. Ritter am vergangenen Mittwoch die Chemie-Leistungskurse der Klassen 11 und 12 des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums.

Mit vielen alltagsnahen Beispielen und Geschichten aus seinem eigenen Leben, versuchte er in einem kurzen aber sehr gelungenen Vortrag seine Leidenschaft der Chemie weiterzugeben. Er hatte an der Universität Marburg Chemie studiert, anschließend in Mainz promoviert und war viele Jahre als Laborleiter bei Bayer tätig. Außerdem arbeitete er an einigen Universitäten und habilitierte im Bereich der organischen Chemie und Polymerchemie.

Doch auch schon in seiner Schulzeit sei er begeistert gewesen, wenn es im Chemieunterricht „puffte oder knallte“. Sein Chemielehrer habe ihm das Fach mit solcher Überzeugung vermittelt, dass er bis zum heutigen Tage die Freude daran nicht verloren habe.

Chemie bestehe eben nicht nur aus langweiligen Formeln und unverständlichen Berechnungen. Chemie sei viel mehr: Es sei das Verständnis von Alltagsphänomenen und die Lösung gravierender Zukunftsprobleme wie dem Klimawandel oder der Ressourcenknappheit verknüpft mit einer Menge Vergnügen und Faszination. Chemie helfe, die Welt und das Leben um uns herum besser zu verstehen. Um dies zu veranschaulichen, stellte Herr Prof. Dr. Dr. h.c. H. Ritter viele Verknüpfungen zwischen der Chemie und anderen Fachgebieten wie der Informatik, der Medizin aber auch der Gastronomie und der Kosmetikindustrie her. Denn wer würde die Medikamente oder Kosmetikprodukte herstellen, wenn es keine Chemiker geben würde; wer würde erklären können, wie ein Computer im Inneren funktioniert, warum unser Eiklar weiß wird, wenn wir es erhitzen oder unser Steak in der Pfanne eine braune Farbe annimmt?

Viele neue Entdeckungen habe er mit auf den Weg gebracht, unter anderem besondere Lacke und Schäume mit einzigartigen Eigenschaften sowie biegsame Gläser für Kontaktlinsen. Jeder, der einmal „Blut geleckt“ habe, könne nicht mehr ohne die Chemie leben. So begründet er die geringe Zahl an Studenten, die nach dem Bachelorstudiengang aufhören. Zwar müsse man viel Zeit investieren, eine hohe Frustrationstoleranz aufweisen und oft stundenlang im Labor arbeiten und Experimente durchführen, doch dies rechtfertigt er mit dem anhaltenden Spaß am Fach, den vielen Reisen rund um die Welt und der ungeheuren Bedeutung für die Zukunft. Chemie ist eben nicht nur ein Nebenjob. „Wenn du dich für die Chemie entscheidest, bist du Vollzeitchemiker.“

Vivienne Wuttke, Q2

Wichtiges zum neuen Schuljahr

Die neuen 5.-Klässler sind ganz herzlich eingeladen zur Einschulung in der Aula am Mittwoch, 30.8.17, 10:40 Uhr.

Alle Informationen zu Büchern und Lernmitteln finden Sie in der Infothek.

Infothek

Im nächsten Schuljahr gilt ein neues Zeitraster.

Zeitraster 17/18

Dürfen wir uns vorstellen?
Der Film zur Schule

Wer war der Mensch Ehlen?

Alles zur Geschichte des NEG erfahren Sie hier.

Geschichte